Unterm Lindenbaum

Wir feiern unter Linden
freuen uns des Lebens
treiben viele Sünden
unterm Lindenbaum
die Mädchen sammeln Flieder
wir schaun´ ihn´ unters Mieder
ach Himmel wir sind Zeugen
wie sie sich bücken, beugen
wir könn´ es auch nicht lassen
sie ständig anzufassen
ihre nackte Haut. “Unterm Lindenbaum” weiterlesen

Der König und der Bettler

Auf der Bahre des Todes
liegt der König und fleht
zu vergeben seine Sünden
die er im Leben hat gesäht.
Doch die Zeugen seiner Taten
habn´ die Sünden erlebt
der Tod sei ihm gegönnet
seine Reue kommt zu spät.
Der Tod ihm gegenüber,
fordert ihm zum Tanze auf:
Komm leer´ Dein´ letzten Becher,
hier nimmt das Ende seinen Lauf.
Mit dem Tode soll er tanzen
durch das Höllenportal
denn das Ende ist der Anfang
seiner endlosen Qual. “Der König und der Bettler” weiterlesen

Klatsch von Heuer

Der alte Richter ist das Letzt´
obwohl er noch will sein der Best´.
Er meint, er sei viel mehr als ich,
ein Wurm ihm schon dem Arsch entschlich.
Ein Gläslein, zwei, drei, wie´s ihm schmeckt,
danach er mich am Arsche leckt.
Eh´ er mein Text soll korrigieren,
soll Dreck ihm an der Nas´ gefrieren. “Klatsch von Heuer” weiterlesen

Wir schnitten die Saaten

Wir schnitten die Saaten, wir Knechte und Dirnen,
mit nackenden Armen und triefenden Stirnen,
von donnernden dunklen Gewittern bedroht.
Gerettet das Korn und nicht einer der darbe,
von Garbe zu Garbe ist Raum für den Tod.
Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot. “Wir schnitten die Saaten” weiterlesen

Falkenlied

Ich zähmte einst, lang ist es her
wohl einen edlen Falken.
Zur Jagd verlor die Lust bald er
und flog davon, zum Wald hin.
Er ist mir worden ungetreu
das tut mir weh im Herzen,
niemals ich ihm das verzeih
was bleibt sind mir die Schmerzen. “Falkenlied” weiterlesen