Der Mai tritt ein mit Freuden

Der Mai tritt ein mit Freuden, es flieht der Winter kalt, die Blümlein auf der Heiden,
die blühen mannigfalt. Ein Röselein zarte, von Farbe so schön,
das blüht in meinem Garten, vor allen ich’s krön.

Es ist so wohlgemute, das Röselein rot, erfrischet Sinn und Mute,
errettet aus der Not. Es ist mein Ehrenpreise, dazu mein Augentrost,
und hat mit allem Fleiße vom Tode mich erlost.

Ach, Röselein, mein Wegwart, gar freundlich ich bitt’, mein Wanderstab zu aller Fahrt,
dazu Vergißmeinnit! Die Not muß vertilgen, so lang du nur mein;
Kathrinchen von der Lilgen mein Röslein muß sein.

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