Text: Walther von der Vogelweide (*ca. 1170/75. †ca. 1230)
Melodie: Trad.
Interpreten:Â Die Irrlichter, Brigitta Karin
Übersetzung: Anna Karin
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Uns hât der winter geschât über al:
heide unde walt sint beide nû val,
dâ manic stimme vil souze inne hal.
saehe ich die megde an der strâze den bal
werfen: sô kaeme uns der vogele schal.
Möhte ich verslâfen des winters zît!
wache ich die wîle, sô hân ich sîn nît,
daz sîn gewalt ist sô breit und sô wît.
weiz got er lât ouch dem meien den strît!
sô lise ich bluomen dâ rîfe nû lît.
Übersetzung
Könnte ich die Winterzeit verschlafen!Der Winter hat uns über alles geschadet:
Jetzt sind sowohl Heide als auch Wald verwelkt,
Wo einst Vogelstimmen so süß widerhallten.
Sähe ich doch die Mädchen an der Straße den Ball
werfen, so käme uns auch der Vogelsang zurück.
Könnte ich doch die Winterzeit verschlafen!
Wache ich die Zeit hindurch, so habe ich seinen Groll inne,
weil seine Herrschaft weit und breit ist.
Weiß Gott! Wenn er den Mai den Streit gewinnen lässt,
so pflück ich dort Blumen, wo jetzt der Reif liegt.












