Jagd in der Winternacht

Melodie: Piratenpack

Der Herr von Grunzbühl ist unser Ziel
Der Diener des Gotts ohne Namen
Verborgen trieb er teuflisches Spiel
Bis wir in das Bornland kamen
Dem Arm des Gesetzes will er entfliehen
Lasst ihn nicht ziehen!
Zerzal erwacht
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Palästinalied

Nu allerst lebe ich mir werde
sit min suendic ouge siht
daz reine lant und ouch die erde
den man so vil eren gibt
mirst geschehen des ich ie bat
ich bin komen an die stat
da got mennischlichen trat

Schoenu lant rich unde here
swaz ich der noch han gesehen,
so bist duz ir aller ere:
waz ist wunders hie geschehen!
daz ein magt ein kint gebar
here ueber aller engel schar
war daz niht ein wunder gar?

Hie liez er sich reine toufen
daz der mensche reine si.
do liez er sich herre verkoufen
daz wir eigen wurden fri
anders waeren wir verlorn:
wol dir, sper, kriuz unde dorn!
we dir, heiden! deist dir zorn.

Hinnen fuor der sun zer helle
von dem grabe, da er inne lac.
des was ie der vater geselle
und der geist, den niemen mac
sunder scheinen: est al ein,
sieht und ebener danne ein zein,
als er Abrahame erschein.

In diz lant hat er gesprochen
einen angeslichen tac.
da diu witwe wirt gerochen
und der weise klagen mac
und der arme den gewalt
der da wirt an ime gestalt.
wol im dort, der hie vergalt!

Eine feste Burg

1.
Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind, mit Ernst er’s jetzt meint, groß Macht und viel
List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen.

2.
Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren,
es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten.

3.
Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht,
das macht, er ist gericht’t. Ein Wörtlein kann ihn fällen.

4.
Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben,
er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin,
sie haben kein Gewinn, das Reich muß und doch bleiben.

Der Tod als Schnitter

Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat G’walt vom großen Gott.
Heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser,
bald wird er drein schneiden, wir müssen’s nur leiden:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Was heut noch grün und frisch dasteht, wird morgen schon weggemäht:
die edel Narzissel, die endlische Schlüssel,
die schön Hyazinthen, die kürkischen Binden:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Viel hunderttausend ungezählt da unter die Sichel fällt:
Rot’ Rosen, weiß’ Lijen, beid wird er austilgen,
ihr Kaiserkronen, man wird euch nicht schonen:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Trutz! Tod, komm her, ich fürcht dich nciht! Trutz komm, tu einen Schnitt!
Werd ich auch verletzt, so werd ich versetzt
in den himmlischen Garten, auf den wir all warten:
Freu dich, schön’s Blümelein!

Wenn ich des Morgens früh aufsteh

Wenn ich des Morgens früh aufsteh und in meins Vaters Stübchen geh,
so kommt mein Lieb und beut mir ein guten Morgen.

Ein guter Morgen ist bald dahin, Gott geb meinem Lieb
|: ein steten Sinn, :| dazu ein frisch fröhlichs Gemüt.

Wem Gott will rechte Gunst erweisen

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt,
dem will er seine Wunder weisen in Berg und Wald und Strom und Feld.

Die Bächlein von den Bergen springen, die Lerchen jubeln hoch vor Lust;
wie wollt ich nicht mit ihnen singen aus voller Kehl’ und frischer Brust.

Den lieben Gott laß ich nur walten; der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
und Erd’ und Himmel will erhalten, hat auch mein Sach auf’s Best’ bestellt.