Silbermesser

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Spar Dir Dein Lied, Du weckst nur Mutter

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Die schläft hier nämlich neben mir

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In ihrer Rechten: ein Silbermesser

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Das wird wohl nichts mit mir und Dir “Silbermesser” weiterlesen

Du bist min

Du bist min – ich bin din, min Herzen ist rin
des sollst du mir alle Tage gewisse sin.

Süße Minne, hohe Minne, winde dir dies Kränzelin
auf dem Haupte sollst du’s tragen, als Kron, die Königin.

Du bist schöner als ein Falke als im Feld ein Bluomelin,
willst du mir die Treue halten, werd ich immer dine sin.

Hast du Tränen mir vergossen, bleibst im Herz du mir gesloszen.
verloren ist das Slüszelin du muost immer drin ne sin.

Du bist min – ich bin din, min Herzen ist rin
des sollst du mir alle Tage gewisse sin.

Nû schrîet aber diu nebelkrâ

Diu welt was gelf, rôt unde blâ,
grüen in dem walde und anderswâ:
kleine vogele sungen dâ.
nû schrîet aber diu nebelkrâ.
pfligt si iht ander varwe? jâ!
sist worden bleich und übergrâ.
des rimpfet sich vil manic brâ.

Ich saz ûf eime grüenen lê;
da ensprungen bluomen unde klê
zwischen mir und eime sê:
der ougenweide ist da niht mê.
dâ wir schapel brâchen ê,
dâ lît nû rîfe und ouch der snê.
daz tuot den vogellînen wê.

Die tôren sprechent snîâ snî,
die armen liute owê owî
des bin ich swaere alsam ein blî.
der wintersorge hân ich drî.
swaz der unt der andern sî,
der wurde ich alse schiere frî,
waer uns der sumer nâhe bî.

Ê danne ich lange lebt alsô,
den krebz wolt ich ê ezzen rô,
sumer, mache uns aber frô!
dû zierest anger unde lô:
mit den bluomen spilt ich dô,
mîn herze swebt in sunnen hô:
daz jaget der winter in ein strô.

Ich bin verlegen als Êsâû:
min sleht hâr ist mir worden rû.
süezer sumer, wâ bist dû?
jâ saehe ich gerner veltgebû.
ê deich lange in selher drû
beklemmet waere als ich bin nû,
ich wurde ê münch ze Toberlû.

Wenn ich ein Vöglein wär

Wenn ich ein Vöglein wär und auch zwei Flüglein hätt,
flög ich zu dir, flög ich zu dir. Weils aber nicht kann sein,
weils aber nicht kann sein, bleib ich allhier.
Bin  ich gleich weit von dir, bin ich doch im Schlaf bei dir
und red mit dir, Wenn ich erwachen tu, bin ich alein.
Es vergeht kein Stund in der Nacht, da mein Herze nicht erwacht
und an dich gedenkt, und an dich gedenkt,
das du mir viel tausendmal, tausendmal dei Herz geschenkt, dein Herz geschenkt!