Der Krambambulist

Krambambuli, das ist der Titel des Tranks, der sich bei uns bewährt, das ist ein ganz probates Mittel, wenn uns was Böses widerfährt. |: Des Abends spät, des morgens früh, trink‘ ich ein Glas Krambambuli, Krambimbambambuli, Krambambuli. :| „Der Krambambulist“ weiterlesen

Das Muskatellerlied

Den Liebsten Buhlen, den ich han, er leit beim Wirt im Keller; er hat ein hölzins Röcklein an und heißt der Muskateller. Er hat mich nächten trunken g’macht und fröhlich heut den ganzen Tag, Gott geb‘ ihm heint ein gute Nacht. „Das Muskatellerlied“ weiterlesen

Abendlust

Was woll´n wir auf den Abend tun,
Slawen wollen wir gahn
Schönst Jungfrau wollt Ihr mit mir gahn
Slawen wollen wir gahn
Slaven gahn ist wohl getan
Mond und Stern am Himmel stahn
:/Slaven wollen wir gahn/: „Abendlust“ weiterlesen

Die alten Rittersleut

D             G/D         A/D               G/D
Zu Detmold im Heidental, glaub´n se mir das war einmal,
Emin    Em(maj7)  Emin7/D         C     A7       D
da habn edle      Ritter  ghaust. Denen hats vor nichts gegraust.

„Die alten Rittersleut“ weiterlesen

Klatsch von Heuer

Der alte Richter ist das Letzt´
obwohl er noch will sein der Best´.
Er meint, er sei viel mehr als ich,
ein Wurm ihm schon dem Arsch entschlich.
Ein Gläslein, zwei, drei, wie´s ihm schmeckt,
danach er mich am Arsche leckt.
Eh´ er mein Text soll korrigieren,
soll Dreck ihm an der Nas´ gefrieren. „Klatsch von Heuer“ weiterlesen

Wir schnitten die Saaten

Wir schnitten die Saaten, wir Knechte und Dirnen,
mit nackenden Armen und triefenden Stirnen,
von donnernden dunklen Gewittern bedroht.
Gerettet das Korn und nicht einer der darbe,
von Garbe zu Garbe ist Raum für den Tod.
Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot. „Wir schnitten die Saaten“ weiterlesen

Matrosenlied

Auf, Matrosen, die Anker gelichtet! Segel gespannt, den Kompas gerichtet! Liebchen, ade!
Scheiden tut weh! Morgen, da gehts in die wogende See, morgen da gehts in die Wogende See. „Matrosenlied“ weiterlesen

Es waren zwei Königskinder

Es waren zwei Königskinder
die hatten einander so lieb,
sie konnten beisammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.

„Ach Liebster, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
die sollen leuchten zu dir!“

Das hört ein falsches Nönnchen,
das täte, als wenn es schlief.
es tät die Kerzen auslöschen,
der Jüngling ertrank gar tief.

„Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Kopf tut mir so weh!
Ich möchte so gern spazieren
wohl an dem grünen See.“

Die Mutter ging in die Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang.
Sie ging so lang spazieren,
bis sie den Fischer fand.

„Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdienen groß Lohn?
So wirf dein Netz ins Wasser,
und fisch mir den Königssohn!“

Er warf das Netz ins Wasser.
es ging bis auf den Grund;
er fischte und fischte solange,
bis er den Königssohn fund.

Den schloß sie in ihre Arme
und küßt seinen bleichen Mund:
„Ach Mündlein, könntest du sprechen,
so wär mein jung Herze gesund!“

Was nahm sie von ihrem Haupte?
Eine goldne Königskron.
„Sieh da, du wohledler Fischer,
hast deinen verdienten Lohn!“

Was zog sie von ihrem Finger?
Ein Ringlein von Gold so rot.
„Sieh da, du wohledler Fischer,
kauf deinen Kindern Brot!“

Sie schwang um sich ihren Mantel
und sprang wohl in den See.
„Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmermeeh!“

Da hört man ein Glöcklein läuten,
da hört man Jammer und Not.
Hier liegen zwei Königskinder,
die sind alle beide tot!