Winterleid

Liedautor:nach der Karlsruher Handschrift aus dem 15 Jh. (gekürzt) von Max Pohl

Nach grüner Farb mein Herz verlangt in dieser trüben Zeit.
Der grimmig Winter währt so lang, der Weg ist mir verschneit.
Die süßen Vöglein jung und alt, die hört man lang nit meh;
das tut des argen Winter G’walt,
der treibt die Vöglein von dem Wald mit Reif und kaltem Schnee.

Anzeige

Er macht die bunten Blümlein fahl im Wald und auf der Heid.
Dem Laub und Gras allüber all, dem hat er wider seit.
All Freud und Luft wird jetzo feil, die uns der Sommer bringt.
Gott geb dem Sommer Glück und Heil,
der zieht nach Mittentag am Seil, daß er den Winter zwingt.

Anzeige

Hinweise zu den Liedtexten

Wir sind bemüht, keinerlei Rechtsverletzungen bezüglich der aufgenommenen Lieder zu begehen. Jedoch gehen wir bei Stücken die uns zugesandt werden davon aus, dass sie entweder aus der Feder der sendenden Person stammen oder dass diese die Zustimmung des Autors für die Weitergabe eingeholt hat. Sollte diesbezüglich irgendeine Art von Fehler passiert sein, bitten wir um eine Nachricht. Der strittige Text wird dann umgehend entfernt.