Winterleid

Nach grüner Farb mein Herz verlangt in dieser trüben Zeit.
Der grimmig Winter währt so lang, der Weg ist mir verschneit.
Die süßen Vöglein jung und alt, die hört man lang nit meh;
das tut des argen Winter G’walt,
der treibt die Vöglein von dem Wald mit Reif und kaltem Schnee.

Er macht die bunten Blümlein fahl im Wald und auf der Heid.
Dem Laub und Gras allüber all, dem hat er wider seit.
All Freud und Luft wird jetzo feil, die uns der Sommer bringt.
Gott geb dem Sommer Glück und Heil,
der zieht nach Mittentag am Seil, daß er den Winter zwingt.

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