Ritter

Was schlagt ihr in Zeiten wild und frei
So ängstlich die Augen nieder,
Was klagt ihr, die Ritterlichkeit sei vorbei,
Und kein Morgen bringe sie wieder!

Der ‘letzte Ritter’, ihr Freunde, ist
Schon allzuhäufig betrauert
Und hat doch der Zeiten Wirbel und Zwist
So göttlich-gefund überdauert!

Und starben Banard und Maximilian,
So haben wir doch erworben
Auch Freiheit von manchem, was sie getan, –
Auch Don Quichotte ist gestorben!

Es hängt die Ritterschaft nicht am Lehn,
Lebt nicht nur in Ritter-Schlachten,
Ich hab in den Gräben Knechte gesehen,
Die Taten, wie jene vollbrachten.

Und bleibe uns die Tat und bleibe uns der Geist,
So ist uns das beste geblieben,
Was kümmert es uns, wie der Edele heißt,
Sind es Namen denn nur, die wir lieben!

Der Beste wird immer ein Bester sein,
Auch wenn sich die Zeiten erneuen,
Und nur, wer selber kein echter Stein,
Hat die Feuer-Probe zu scheuen!

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