Der König und der Bettler

Auf der Bahre des Todes
liegt der König und fleht
zu vergeben seine Sünden
die er im Leben hat gesäht.
Doch die Zeugen seiner Taten
habn´ die Sünden erlebt
der Tod sei ihm gegönnet
seine Reue kommt zu spät.
Der Tod ihm gegenüber,
fordert ihm zum Tanze auf:
Komm leer´ Dein´ letzten Becher,
hier nimmt das Ende seinen Lauf.
Mit dem Tode soll er tanzen
durch das Höllenportal
denn das Ende ist der Anfang
seiner endlosen Qual. “Der König und der Bettler” weiterlesen

Wir schnitten die Saaten

Wir schnitten die Saaten, wir Knechte und Dirnen,
mit nackenden Armen und triefenden Stirnen,
von donnernden dunklen Gewittern bedroht.
Gerettet das Korn und nicht einer der darbe,
von Garbe zu Garbe ist Raum für den Tod.
Wie schwellen die Lippen des Lebens so rot. “Wir schnitten die Saaten” weiterlesen

Brudertod

Dieses Lied beschreibt den Tod von Belgarath, Dux der Schwarzen Rose, der im Lande Ma’Lakor Erlösung durch das Schwert seines eigenen Bruders fand.
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Dir war er Bruder und Freund zugleich,
Dein Schild und Dein Schwertarm, Dein tödlichster Streich.
Deine mächtigste Waffe, ein Teil von Dir.
Bruder für Bruder, so ging er von Dir. “Brudertod” weiterlesen

Die Tragödie auf dem Schloß

Horch, was nähert sich dem Tor?
Was vernimmt mein schwaches Ohr?
Ist es wohl ein Hirsch im Tal
oder ists der Wasserfall?

Horch, was nähert sich dem Schloß?
Steigt ein Reitersmann vom Roß,
klopfet an die Türe schon:
Großer Gott, es ist mein Sohn.

Vater, wo ist die Mama,
die so gut einst zu mir war?-
Deine Mutter grämte sich,
bis der Tod sie von mir riß.

Vater, was hast du getan?
Ja, bei Gott, ich klag dich an!
Meine Mutter war so gut,
jetzt in kühler Erde ruht.

Da ergriff der Sohn sein Schwert,
stachs dem Vater in das Herz,
daß er blutend niedersank
an der Mutter Grabesrand.

Da ergriff der Sohn sein Schwert,
stachs sich selbst in das Herz.
Verlassen liegt nun Schloß und Hof,
alles ruht auf dem Friedhof.

Der Tod als Schnitter

Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat G’walt vom großen Gott.
Heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser,
bald wird er drein schneiden, wir müssen’s nur leiden:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Was heut noch grün und frisch dasteht, wird morgen schon weggemäht:
die edel Narzissel, die endlische Schlüssel,
die schön Hyazinthen, die kürkischen Binden:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Viel hunderttausend ungezählt da unter die Sichel fällt:
Rot’ Rosen, weiß’ Lijen, beid wird er austilgen,
ihr Kaiserkronen, man wird euch nicht schonen:
Hüt dich schön’s Blümelein!

Trutz! Tod, komm her, ich fürcht dich nciht! Trutz komm, tu einen Schnitt!
Werd ich auch verletzt, so werd ich versetzt
in den himmlischen Garten, auf den wir all warten:
Freu dich, schön’s Blümelein!